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Deklaration Enzyme

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    Deklaration Enzyme

    Hallo Leute,

    ich hab´s ja inzwischen geschafft, dank Declaratio nahezu alle Produkte zu deklarieren. Allerdings weiß ich nicht so recht, wie ich es mit den Enzymen halten soll.
    Ich muss sie in meinem Fall ja nicht angeben, aber ehrlich wie ich bin möchte ich sie eigentlich schon aufführen. Aber nun kommen diese ja in der Presse nicht wirklich gut weg.
    Daher stellt sich für mich die Frage: Wo ist der Unterschied zwischen den Enzymen von CI und den "bösen" in den anderen Backmitteln? Klar, sie sind nicht gentechnisch hergestellt.
    Aber wie werden sie dann hergestellt? Ich würde das meinen Kunden gerne erklären können. Das gleiche gilt eigentlich auch für die Ascorbinsäure.
    Würde mich da über Infos freuen.

    #2
    Bin gerade erst heimgekommen und wollte noch ein bisschen was wegarbeiten. Daher versuche ich zumindest mal kurz eine Antwort zu geben.

    Erstmal zu den Enzymen: Wir bei Clean Ingredients haben schon jeher ganz klar jegliche Enzyme aus gentechnisch veränderten Stämmen abgelehnt, da wir der Meinung sind, dass wenn man schon Enzyme nutzt, diese genau so auch in der Natur vorkommen. Bei Deffland und Sekowa weiß ich, dass die die gleichen Anforderungen an den Einsatz ihrer Enzyme stellen. Und bei allen anderen Anbietern müsst ihr selbst mal nachfragen. Dabei solltet ihr Euch nicht damit begnügen die Aussage zu bekommen, dass die verwendeten Enzyme nicht als gentechnisch verändert zu kennzeichnen sind. Denn das sind Enzyme sowieso nie. Es geht wirklich um die Stämme, die zur Gewinnung der Enzyme eingesetzt werden. Und die sind, da man damit ganz einfach viel bessere Wirkweisen erzielen kann, in sehr vielen Fällen modifiziert. Wer es also genau wissen möchte, lässt sich eine Bescheinigung geben, dass "die eingesetzten Enzyme weder aus noch mit gentechnisch veränderten Organismen hergestellt werden". Das sind übrigens die einzigen Enzyme, die auch für den Einsatz in (EU)-Bio-Produkten zugelassen sind. Und genau diese Bescheinigung liegt bei uns auch zu allen Enzymen vor.
    Eine sehr interessante Zusammenstellung findet sich in einem Dokument vom Backzutatenverband, welches ich hier angehängt habe. Die Aussage "Enzyme verdienen ihr Vertrauen" möchte ich so jedoch nicht unterschreiben. Klar bringt die Wissenschaft enorme Fortschritte, jedoch möchte ich mir nicht sicher sein, dass manipulierte Enzymstämme wirklich unbedenklich sind. Dazu fehlen imho die jahrelangen Erfahrungen.

    Im übrigen "dürfen"Enzyme, sofern diese im Endprodukt nicht mehr wirksam sind, gar nicht in einer Zutatenliste aufgeführt werden, da sie nicht mehr als Zutat eines Lebensmittels gelten.

    Bzgl. Ascorbinsäure gilt auch, dass diese nicht mehr als Zutat eines Lebenmittels gilt. Hier der Wortlauf aus dem Gesetz.

    Die Begriffsbestimmung für "Zutat“ in der LMIV (EU (VO) 1169/2011): jeden Stoff und jedes Erzeugnis, einschließlich Aromen, Lebensmittelzusatzstoffen und Lebensmittelenzymen, sowie jeden Bestandteil einer zusammengesetzten Zutat, der bei der Herstellung oder Zubereitung eines Lebensmittels verwendet wird und der — gegebenenfalls in veränderter Form — im Enderzeugnis vorhanden bleibt; Rückstände gelten nicht als „Zutaten“;

    Zur Herstellung von Asco müsste ich Dir die Tage was raussuchen. Wir bekommen unsere mit dem Zertifikat, dass diese auch in Bio-Produkten eingesetzt werden darf.

    Hoffe zumindest etwas geholfen zu haben.
    Angehängte Dateien

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      #3
      Dann nehme ich mal an, die Enzyme werden so hergestellt wie bei Sekowa beschrieben:

      Herstellung: Durch Züchtung auf einem Substrat, bestehend aus Stärke, Eiweiß, Vitaminen etc., also allem was auch Menschen für eine gesunde Ernährung benötigen, werden Enzyme in großen Rührkesseln bei idealen Bedingungen in Bezug auf Temperatur, pH-Wert und Belüftung produziert. In den meisten Fällen handelt es sich um seit Jahrzehnten bekannte Stämme von Bakterien- und Pilzkulturen.

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        #4
        Ja, das ist eine gute Erläuterung für die "Herstellung" der "unmanipulierten" Enzyme.

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